Übersichtskarte

7 Tage hier und dann?

Donnerstag, 12.12.2013

Hey meine Liebsten,

ich bleibe nicht in Belgien so viel steht fest. Enerseits bin ich natürlich sehr traurig dadrüber, weil ich meine Freunde, die ich hier gefunden habe, verlassen muss. ABER man sieht sich ja immer zwei Mal im Leben. Andererseits gibt es mir nun auch die Möglichkeit noch mal ein neues Land zu entdecken und jetzt ratet welches. Ich sage nur: Baguette, Stadt der Liebe, Filmfestspiele, Pon Mirabeau, Jules Verne etc.! Halbes Jahr Paris Baby! 

Ich freue mich jetzt schon unheimlich auf die Familie. Sie scheint sehr nett zu sein, ob es dann passt, weiß man natürlich erst wenn man da ist! 

So langsam heißt es hier und da Abschied nehmen. Aber von manchen werd ich mich nicht verabschieden, weil ich weiß, dass wir länger Kontakt haben werden. Meine zwei kleinen verrükten Österreicherinnen werde ich in Paris schrecklich vermissen, aber zum Glück gibt es heutzutage ja Skype! 

Im Moment sind wir am Wochenende viel auf dem Weihnachtsmarkt, der ist recht schön aber vergleichsweise klein zu dem in Hannover! Ich vermisse die Lebkuchen hier! Sehr schwierig etwas mit Lebkuchen zu finden und da das für mich zu Weihnachten dazu gehört, kommt bisher noch nicht so viel Weihnachtsstimmung auf. Heute habe ich dann auch die Weihnachtsgeschenke gekauft. Mein Kontostand musste noch mehr leiden :/

Nun ja ich freu mich erstmal auf zwei Wochen zu Hause! :))

Wir riechen uns später, euer Felix

Erkenntnisse:

Je später der Abend, desto stärker der Glögi.

Catching Fire kann man sich ruhig zwei Mal ansehen. 

Brüssel hat den geilsten Kinosaal der Welt, dafür ist das Popcorn nicht so dolle und man hat keine Tische! 

Nach den Expatspartys muss zu Mc's gegangen werden, egal ob man Hunger hat oder nicht. 

Niemals probieren auf Eis zu laufen ohne Schlittschuhe, man legt sich nur aufs Mett und das sphrt man noch drei Tage später. 

10 Shots für 10 Euro gehen irgendwie immer. 

Brüssel adé?

Sonntag, 17.11.2013

Huhu ihr Lieben,

Ok fangen wir mal wieder am besten von Vorne an. Anfang Oktober hatte ich eGespräch mit meiner Gastmutter über die aktuelle Situation: die Kinder haben sich sehr viel gestritten als ich mit Ihnen gespiet habe. Sie meinte, dass es dann schwierign sei für sie sich auf die Hausaufgaben mit dem Großen zu konzentrieren und das habe ich auch eingesehen. Deshalb habe ich auch probiert das zu ändern und dies klappte jetzt nach und nach! 

Dann waren ein paar Au Pair Freunde und ich bei einem anderen Au Pair zum Thanksgiving eingeladen. Eigentlich ist es im November (Am 28. um genau zu sein) allerdings sind die Au Pairs, bei denen wir eingeladen waren Kanadisch und die feiern das ganze ein Monat früher. Meine Güte sag ich euch: Da wird gefressen was das Zeug hält. Wir hatten so viel übrig das wir alles eingepackt haben und es an Obdachlose in Brüssel verteilt haben. Und danach sind wir feiern gegangen. So wie immer. Brüssel bietet recht viel an Bars bloß gehen wir bisher immer nur in die zwei gleichen Clubs: wird auf Dauer sehr - nennen wir es mal - einseitig. 

An den Wochenenden sehe ich immer mein Geld dahinschwinden und frage mich: "Wie kann dieser Abend so viel gekostet haben?" Naja egal ganz nach dem Motto #YOLO (Achtung: IRONIE!). An irgendeinem dieser Abenden haben Felix, Jeremy, Kyle und ich dann auch beschlossen, dass wir an Halloween als Ninja Turtles gehen. Wo kriegt man nur solche Outfits her? Aus dem Sportgeschäft! Wir kaufen vier neongrüne Männerleggins (ich bezweifle immer noch, dass sie für Männer waren) und vier gelbe Tanktops. Dazu Sportsocken in den vier Farben der Turtles (Blau, Lila, Rot, Orange). Diese werden dann zerschnitten und als Masken und Arm- bzw. Fußbänder benutzt. Im Halloweenshop wird dann noch Körperfarbe gekauft. Der Panzer - wie macht Man(n) den Panzer einer Schildkröte? Ganz einfach man tapet sich einen Kissen auf den Rücken! Fertig ist das perfekte Halloweenoutfit. Gefeiert wird in der Studentenflat von Felix. Supergeil war's bis die Polizei kam, weil irgendjemand aus dem Fenster Glasflaschen auf die Strasse geworfen hat. 

Ok aber jetzt nochmal zu dem Hauptproblem hier heute zurück: Ich werde probieren die Familie wechseln. Es gibt hier ein paar Differenzen, die das Leben hier erschweren (ich werde es hier jetzt nicht breit treten). Meine Familie und ich haben beschlossen uns im Guten zu trennen. Jetzt probiere ich eine neue Gastfamilie zu finden. Naja und wenn nicht werd ich mich sehen wohin mein Weg mich führt. Positive Einstellung ist wie immer alles!

Wie heißt es im einem Lied so schön:

Ich spul' alles zurück, spul' alles auf Anfang, 
es ist alles wieder da, nur irgendwie anders, 
irgendwie anders. 
Willkommen auf den Beinen, ja es ist ganz nett hier, 
doch ich kann hier nicht bleiben. 

Aber macht euch keine Sorgen! Mir gehts gut. Ich genieß nun noch die restliche Zeit und werd schaun, was mir hier so begegnet. Und ich freu mich riesig euch ab Weihnachen wieder alle in die Arme schließen zu können! Heute gibts mal keine Erkenntnisse! ;)

Wir riechen uns später, euer Felix

Dat kloppt!

Donnerstag, 26.09.2013

Huhu da bin ich mal wieder!

Okay wo fang ich an? Sagen wir einfach zweites Wochenende? Das hab ich nämlich nicht in Brüssel verbracht sondern in Straßburg. Mein Gastvater hatte da eine Reunion, eine Art Klassentreffen. Es war zwar sehr anstrengend aber auch echt schön. Und außerdem hat es sehr geholfen, die ganze Familie nochmal besser kennenzulernen. Sie waren auch meganett, haben alles bezahlt und mich super integriert. Am Samstagabend haben dann übrigens alle die, die zu der Zeit online waren eine Nachricht bekommen, warum  zur Hölle sie denn nicht feiern sein! Hierfür nochmal Entschuldigung. Ja also Straßburg war halt echt megagut aber ich war auch froh als ich dann wieder zu Haus war. Erstmal Schlaf nachholen (so wie immer)! 

Unter der Woche wurde dann mit Julia und Laura eine kleine Fressorgie gestartet! Erst Pommes, dann belgische Waffeln und dann noch Pralinen! Sonja du hattest übrigens recht: Leonidas-Pralinen und Schokolade sind super! Allgemein ess ich hier sehr viel, hab aber das Gefühl, ich nehme eher ab! Aber die Geschichte kommt später...

Also drittes Wochenende: Freitag hab ich mich mit Laura, Kristina, Jenni und Georgina in den Irish Pub gesetzt! Nur zu empfehlen. Bloß die Bedienung hatte irgendwie was gegen uns. Sie serviert am Nachbartisch Dunkelbier und Kristina will ein Kirschbier (in meinen Augen einfach nur widerliches Zeug: viel zu süß, schmeckt nur nach Sirup) bestellen, da wird uns gesagt, dass wir doch bitte drinnen bestellen sollten. Samstag war auch schon wieder anstrengend: bis 16 Uhr geschlafen und dann fertiggemacht. Um 6 hab ich mich mit Kristina und Laura an der Börse getroffen. Plan für heute: Erstmal eine BZB schaffen (wer nicht weiß was das ist, fährt einfach nach Lloret de Mar, da braucht man die DEFINITIV). Also gehts auf die Suche nach guten Restaurants. Nach einer halben Stunden finden wir dann auch ein gutes, italienisches Restaurant (Kim wäre was für dich). Dort haben wir noch nicht mal bestellt, bekommen aber gleich die erste Vorspeise serviert (gratis), daraufhin folgt eine zweite, dann kommen unsere Pizzen und dann bekommen wir sogar noch Eis umsonst! Fazit: hier können wir uns öfter sehen lassen. Dachten wir bis Laura beim Aufstehen einen großen Kerzenständer umwirft.  Also schnell raus da! Ist ja sowieso schon 8. Treffen mit Jenni an der Börse, dann Nightshop, dann Felix Bude, dann YouNight. Ich sag nur so viel beinah KVK (ebenfalls Lloret de Mar). Irgendwann zwischendurch krieg ich einen Anruf von meinen Gasteltern: Wir haben den Schlüsseldienst rufen müssen, das heißt du kommst heute Abend nicht mit deinem Schlüssel rein. Ruf einfach an, wenn du da bist, wir lassen dich dann rein. UPS. Naja irgendwann um 5 ist dann auch mal schlafen angesagt. Sonntag: Irgendwie steht n' Markt am Gare Midi an. Als wir da ankommen ist einfach mal gar nichts mehr da: ok 3 ist vielleicht auch schon etwas zu spät aber früher ging nicht, weil wegen ein bisschen Schlaf muss ja sein. Planänderung: Ab in die Innenstadt, da ist immer irgendwas. Besonders an diesem Sonntag weil Autofreier Sonntag ist. Positiver Nebeneffekt: kostenloses Metro und Tram fahren. Irgendwann abends komm ich dann auch wieder zu Hause an. Dann nur noch Schlaf!

Diesen Dienstag hat dann mein Niederländischkurs endlich angefangen. Langes hin und her hier. Erst muss man dahin und dann dorthin und dann noch das machen. Achso okay. Ich bin mal wieder fast der einzige Hahn im Korb. Ein Mann aus dem Kongo ist meine einzige Konkurrenz bei den fast 15 Damen im Raum. Gut ich bin auch der Jüngste. Niederländisch ist wohl nicht so in bei den Hipsters meiner Generation. Aber ich versteh alles und kann trotz dessen, dass der Kurs schon zum vierten Mal stattfindet recht gut mithalten. 

Gestern war dann die Expatsparty angesetzt. Alle Auswanderer, zukünftige Auswanderer oder Leute, die einfach nur gerade hier auf Dauer leben, treffen sich. War sehr gut! Aber warum zur Hölle hat um 1 Uhr nachts weder der Pizza Hut noch der Quick in Krainem geöffnet. Ja ich wäre zu Quick gegangen und alle die dort schon mal waren, wissen das man da nicht hingeht. Naja so musste es dann doch ein Salamibrot zu Hause sein! So gegen 1 schlafe ich dann zwar ein, wache aber jede Stunde auf. Keine Ahnung warum aber jeah das ist echt super [IRONIE AN]. 

Heute war ich dann mit Laura in der Wolwue-Mall die eigentlich recht schön war und diesmal war nicht ich der Erste, der gesagt hat, dass er Hunger hätte! Ich mache Fortschritte! Und jetzt kommen wir auch zu der Essensgeschichte. Wir waren dann noch in ein paar Läden drin und in einem hab ich eine Hose anprobiert die mir einfach mal viel zu groß war,obwohl es eigentlich meine Größe gewesen wäre.

Ok und hier endet dann mein kleiner kurzer Rückblick! Ich probier mich mal nach dem Wochenende zu melden. Wir riechen uns dann später! 

Erkenntnisse: Als Au-Pair schläft man viel zu viel!

Man sollte sich die Speisekarte in Restaurants immer genau durchlesen und nicht nur denken: "Oh geil da gibts Pommes dazu und Boeuf ist ja auch Fleisch". Manchmal kriegt an dann eben Tartare. 

Innerhalb von zwei Stunden Pommes, Waffeln mit Bananen, Erdbeeren und Schoko und danach noch Pralinen zu essen ist nicht so gut. 

Im Irish Pub einfach Guinness bestellen, das kriegt man dann auch an den Tisch gebracht. 

Kirschbier ist kein Bier. Es ist einfach nur zu lange gestandener Sirup der dann gärt. Kann Sirup gären? 

Geh immer mit zwei weiblichen Begleitungen in ein Restaurant, in dem es nur Kellner gibt. Da bekommst du viel mehr umsonst. 

Frenglisch ist total in beim Bestellen.

Sonntags nachm Aufstehen sollte man nicht sofort Busfahren. Jedenfalls nicht, wenn der Busfahrer nicht der Beste ist und der Vorabend etwas anstrengend war. 

Man sollte sich immer Wasser mitnehmen. Besonders bei Nachdurst, sonst muss man 3€ für nen halben Liter zahlen.

Zu nem Markt sollte man vielleicht schon um 11 gehen. 

Niederländischkurse zu bekommen ist ein sehr zeitaufwändiges Verfahren.

'Dat kloppt' ist alleine schon ein Grund um Niederländisch zu lernen. (Steht übrigens für 'Das ist richtig')

Die Schnellrestaurants haben nur am Wochenende so lange auf.

Man kommt nicht dazu Sightseeing zu machen, das Bett ist irgendwie immer bequemer.

Die erste Woche!

Dienstag, 10.09.2013

Huhu, ich lebe noch! 

Also bei mir hier ist alles prima! Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll, also erstmal alles auf Anfang:

Ich hab mich hier nach und nach eingelebt. Ich bin immer noch sehr zu frieden mit meiner wunderbaren Familie. Am Wochenende kam dann Felix1 (das alte Au-Pair an) und ich versteh mich echt gut mit ihm. Er hat mir echt viel geholfen und ist supernett! Falls du das liest: nochmal ein riesen DANKE an die Unterstützung, dass du mir auf jede noch so kleine, nervige Frage eine Antwort gegeben hast und dass du mir alles gezeigt hast. Und ein besonders großes Danke für das super Wochenende! 

Achja das liebe Wochenende! Freitag gings los: Nightshop, Kneipe1, Kneipe2, Kneipe3, Pommesstand (die beste Pommes Belgiens) und Nachtbus. Nachtbus ist etwas neu für mich, weil man ja sonst nur den Kuschierdienst Eltern GmbH oder das Freundestaxi hat. Ist jetzt aber auch nicht so schwer. Freitag waren wir dann nur zu sechst unterwegs. Warum ich 'nur' sage, erklär ich euch gleich! 

Ok nachdem wir zurück gefahren und gegangen sind (Fußmarsch von 40 Minuten aber HEY, YOLO! [Ironie an]) fallen wir ins Bett und gehen eigentlich davon aus, dass wir bis mindestens 13 Uhr schlafen werden. 

Falsch gedacht! Ab 11 liegen wir wach in unseren Betten. Um 12 begeben wir uns dann mal langsam nach unten und fangen an zu Frühstücken. Danach gehts für die beiden Felixe nach Ikea,: für die Wohnung von Felix1 einkaufen. Nachdem wir das geschafft haben gehts aufm Fußmarsch nach Hause. Da die nicht so lang war streichen wir unseren ursprünglichen Plan und legen uns nochmal schlafen. Also jedenfalls wollten wir das: Keiner konnte schlafen und so läuft jetzt Once upon a time (Danke an Tina!). So gegen 18 rappeln wir uns dann auf und machen uns für de Abend bereit! Treffen mit ungefähr 30 anderen Au-Pairs (deshalb sagte ich vorhin 'nur'). Motto: Dress to impress! Gestartet wird im Delirium: gute Kneipe - an die Lloret Fraktion - ihr wärt im Himmel!! Danach irgendwann YouNight - sehr geiler Club! Irgendwann in der früh fallen wir auf grund von Schlafmangel in unsere Betten. Allerdings auch nicht so lange weil am nächsten Tag Grillen ansteht. Egal halbe Stunde vorher aufstehen reicht vollkommen! Ich kann nur sagen, Amerikaner verstehen was vom Grillen! Irgendwann packt mich dann aber doch die Müdigkeit und ich schlaf ein. 

Montag: alles total normal bis Abends um 7. Ich probier Felix bei seinen Matheaufgaben zu helfen und es endet in naja nennen wir es: ein gemäßigtes Chaos. Übrigens nochmal Entschludigung und Danke an alle die wir dann damit noch genervt haben und an die, die uns geholfen haben! Heut hab ich mich noch mit Kristina, einem anderen Au-Pair in der Stadt getroffen. Leider musste sie etwas warten, weil mein Ortientierungssinn im Moment gegen null abschwacht. 

Ich werd mich dann die Tage melden! 

Erkenntnisse: Belgisches Bier und belgische Pommes sind super!

'It could only happen in Belgium' ist ein dermaßen wahrer Satz!

Ikea führt keine kleinen Woks und spezielle Decken kommen erst wieder in ein einhalb Monaten!

'Dress to impress' ist schwer ohne Anzug durchzusetzen. Vorallem wenn die anderen beiden Kerle welche tragen und man sich dann komisch vorkommt! ;D

Schlaf wird überwertet!

Mathe ist nicht jedermanns Sache! (Das wusst ich zwar schon, aber ich wollt's nochmal darstellen)

Brüssel ist kein Dorf, deshalb ist das mit der Orintierung auch etwas schwierig!

Felix, der neue Rucksack steht dir prächtig und ich werde dir die Plüschhausschuhe besorgen!

Zugbegegnungen und erste Tage!

Montag, 02.09.2013

Heyho! 

Ich bins mal wieder und ich bin in Brüssel! Hier ist echt mega cool! Nette Familie und etc aber lasst mich von vorne beginnen:

Mein Zug ging gestern um 8:32 in Hannover. Von dort aus gings ab nach Kööölln! Weißte bescheid ne? Auf jeden Fall habe ich gemerkt, dass man mega scheiße angeguckt wird, wenn man mit zwei Koffern reist. Das Gefühl hatte sicherlich auch Pauline. Wir saßen uns im Zug gegenüber. Bisher kante ich sie nicht und sie meinte, dass sie aus meiner Nähe käme. Also echt ganz witzig. Mit Pauline vergingen die fast 3 Stunden Zugfahrt eigentlich recht schnell. Hierfür nochmal Danke und ich hoffe, dass du gut angekommen bist. 

Dann hatte musste ich erstmal ne halbe Stunde warten. Als der ICE dann einfuhr war ich so dumm und bin nihct vorne eingestiegen, da wo mein Sitzplatz gewesen wäre, NEIN ich bin hinten eingestiegen und das heißt ich musste einmal mit den zwei Koffern durchs ganze Abteil. Also wieder blödes Glotzen. Endlich auf meinem Sitzplatz angekommen! Mir gegenüber saß ein total müder Student, der am Vorabend wohl zu tief ins Glas geschaut hatte. (Ab heute freue ich mich wieder aufs Studentenleben). Das heißt, es ist Zeit fürs Schlafen. 6 Stunden in der Vornacht kann man nicht wirkich als Schlafen bezeichnen. Und ich wusste es zwar noch nicht, aber ich sollte diese Energien bald auch sehr gut gebrauchen. 

In Brüssel Midi angekommen suche ich meinen Gastvater und er sucht mich. Nach 5 Minuten die Frage: Bist du Felix? Wir unterhalten uns kurz und dann gehen wir zum Auto. Die Fahrt vom Bahnhof nach Hause dauert ungefähr 10 Minuten. Also Zeit um sich zu beschnuppern. Mein Gastvater ist echt nett und ich freue mich auf den Rest der Familie. Als ich ankomme stehen alle schon gespannt in der Tür. Komischerweise finde ich am ersten Tag zu allen einen guten Draht. Die Gastgeschenke (Spiele und Süßigkeiten für die Kinder; Honig, Marmelade, Schnaps, Schlüsselanhänger, ein Buch, Flaschenöffner, Tee etc für die Eltern) komen super an!

Irgendwann gegen 22 Uhr falle ich einfach nur todesmüde ins Bett.

Nach 10 Stunden Schlaf kann ich nicht mehr schlafen. Aber alles klasse. Ich komme runter so gegen viertel vor 9 und will mir was zu essen machen, da werd ich schon gefragt: Felix wollen wir spielen? Nach dem ich dann mein Frühstück gegessen habe steht Duplo auf dem Programm. Erst bauen wir eine Pyramide, dann einen Hund, eine Katze, eine Maus, ein Roboter und dann einen Vogel. Schon haben wirs 10 und es heißt: Rausgehen mit Teddi! Dem Hund. Alles prima!

Ok ich leg mich jetzt erstmal wieder schlafen.

Gute Nacht etc.

Erkenntnisse: Trampolin springen macht einen fertig!

Schnaps kommt immer gut an!

Teddi setzt sich gerne auf Leute drauf!   

Abschied nehmen

Dienstag, 27.08.2013

Heyho,

ich bins - immer noch in Deutschland (noch für 5 Tage).

Gestern hatte ich also mein Abschiedsgrillen. Fand ich superkalifragelistigexpialigetisch! Alle meine engsten Freunde waren da und ich hab mich megagefreut einfach noch einmal alle wiedersehen zu können. Die werden mir echt alle saumäßig fehlen. Ich merke immer mehr: Abschied nehmen konnte ich noch nie gut - auch wenn's nur ein Abschied auf Zeit ist. Also vielleicht oder vielleicht auch nicht. Wer weiß wo ich in einem oder zwei Jahren bin? Reisen würde ich echt schon recht gerne. 

Auf jeden Fall ich war bei gestern Abend: alle waren sie da! Wir saßen gemütlich zusammen und ich hab mich gefreut einfach nochmal alle um mich zu haben. Ein bisschen quatschen, ein bisschen essen und ein bisschen trinken. Ich würd sagen: 'Die Mischung machts'. Alle waren sie auch supersüß und haben mir kleine Erinnerungen, Fotos und Karten mitgebracht. Dann habe ich auf jeden Fall etwas, womit ich mein Zimmer dekorieren kann. Hiermit nochmal danke an alle! Ihr seid super. 

Sonntag kam dann nochmal meine Tante, meine Cousinnen und mein Cousin vorbei um sich zu verabschieden. Und heute war meine eine Oma da. Nach und nach merkt man: 'Verdammt jetzt wirds ernst' oder wenn ich mal meine PoWi-Lehrerinnen zitieren dürfte: 'Und nun ab mit Euch! Husch Husch ins Leben!'. 

Die letzten Tage hier in Deutschland werde ich jetzt erstmal noch genießen. Ich glaube auch, dass mir mein Hund extrem fehlen wird. Deshalb bin ich so froh, dass es Teddy (den Hund der Gastfamilie) gibt. Bis Freitag muss ich noch Arbeiten und abends steht eigentlich jetzt schon immer etwas aufm Programm. Also bis die Tage und nie vergessen: 

Wir riechen uns später!

Erkenntnisse: Selbstgemachter ist der Beste!

Abschiede sind verdammt nochmal - nennen wir es - kotig.

Leica (mein Hund) wird mir extrem fehlen!

 

Zeit um mit dem Packen anzufangen...

Freitag, 23.08.2013

In den letzten paar Tagen hatte ich jetzt etwas Zeit (ich war krank geschrieben - yeah! [IRONIE AN]). Hatte eine Ohrentzündung durch die sich mein Hals auch entzündet hat oder so. Naja auf jeden Fall meinte der Artz: 'Hätten SIe n Bürojob, würde ich sie nicht krankschreiben aber in der Gastronomie muss ich das machen.' Und dann kam die Langeweile.

Und dann, die zündene Idee: Ich fang mit Packen an! Ne Liste hatte ich schon erstellt aber einfacher gesagt als getan. Mir wurde klar: ich habe zu viele Klamotten. "Was nehm ich denn nun alles mit? Mhm alles? Ne geht ja nicht. Egal rein damit!" 

Resultat: Mein Zimmer sieht jetzt aus wie ein Mienenfeld. Überall liegen Klamotten, Schuhe, Gastgeschenke und und und rum. 

Nach und nach wird mir allerdings jetzt auch klar, dass ich meine Freunde für eine lange Zeit nicht mehr sehen werde. Ich meine, klar ich bin nicht aus der Welt, aber es ist einfach ein komisches Gefühl zu wissen, dass man seine Liebsten jetzt erstmal länger nicht sieht und nciht um sich hat. Aber damit muss man wohl klar kommen, ich denke schon ich schaff das! Die positiven Sachen überwiegen dann doch. Ich hab schon mit sehr vielen anderen Au-Pairs Kontakt und sie sind alle super nett. Aber ich bin fast der einzige Junge da. Ich mein klar, ist auch ungewöhnlich, dass n Kerl als Au-Pair weggeht aber irgendiwe wärs schon ganz nett, wenn noch mehr Kerle dabe wären. Ich hab nämlich keinen Bock auf Zickenkrieg, aber da muss ich jetzt wohl durch. 

Nun ja sollte sowieso nur n' kleiner Eintrag werden, also:

Wir riechen uns später!

 

Erkenntnis: Ich habe definitiv zu viele Klamotten.

Brüssel wird klasse!

Der Abschied kommt zu schnell. Ich brauch ein Vorbereitungsseminar über Abschiede.

Warten, Arbeiten, Organisieren und und und...

Mittwoch, 14.08.2013

Hallo ich bin Felix, 18 Jahre jung und werde ab Anfang September nach Brüssel gehen. Dort heißt es dann: Au-Pairaufenthalt!

Wie ich auf Brüssel komme? Kam ich eigentlich gar nicht. Ich wollte gerne weg. Ein Jahr Auslandserfahrung sammeln und ein bisschen Zeit für mich haben. Ein Au-Pairaufenthalt schien mir da ein guter Weg zu sein. Im Internet meldete ich mich dann bei Aupair World an (super Internetseite, kann ich nur weiterempfehlen!). Das eigentliche Ziel war Frankreich aber dort fand ich keine Familie, die mich wirklich ansprach. Am wichtigsten wars für mich, dass es menschlich stimmt. Und dann bekam ich eine nette Nachricht meiner jetztigen Au-Pairmutter. Wir schrieben mehr und mehr und mir wurde schnell klar: da will ich hin! Dann folgten ein erstes Kennenlernen via Skype. Alles lief super und ich merkte, dass wir irgendiwe auf der gleichen Wellenlänge sind. Ein Tag später kam dann eine neue Nachricht:

Lieber Felix, 
ich koennte mir nach unserem Gespraech gestern ganz gut vorstellen, dass Du als Au Pair gut zu uns passen wuerdest. 
Falls Du also Lust hast, ab September nach Bruessel zu kommen, dann lass es uns wissen. 

Und wie ich Lust hatte!!

Bisher haben wir jetzt noch viel geschrieben und nochmal telefoniert. Auch mit dem alten Au-Pair habe ich gesprochen. Witziger Weise heißt er auch Felix. Er kann nur positives berichten und ich hoffe und denke natürlich, dass ich das nach dem Aufenthalt auch sagen werde. 

Vor meinem Aufenthalt bin ich nun noch am Arbeiten und probiere alles nebenbei zu organisieren. Klappt zwar ist aber anstrengend. Ich meine:

  • Packliste
  • Arbeit
  • Gastgeschenke
  • Arbeit
  • Abschiedsgrillen
  • Arbeit

Ich meine, ich mag meine Kollegen wirklich gerne aber die Arbeit ist echt anstrengend! 

Also ich hoffe, dass ich euch in der nächsten Zeit schreiben kann und ihr somit einen Einblick ins Au-Pairleben kriegen könnt.

Erkenntnis: Nich zu fest auf einen Ort verharren, es komt sowieso immer ganz anders als man denkt!

Ich will jetzt nach Brüssel!

Arbeit und Organisation zusammen sind anstrengend!